Reisevorbereitung

Vorbereitung für Tokio: Alles, was du wirklich brauchst

Preparing for Tokyo: Everything You Actually Need

Tokio Stadtansicht
Gut vorbereitet in Tokio ankommen – so wird deine Reise entspannt.

Tokio kann auf den ersten Blick überwältigend wirken – eine Stadt mit 14 Millionen Menschen, einem der komplexesten U-Bahn-Netze der Welt und einer Sprache, die du wahrscheinlich nicht sprichst. Aber keine Panik! Mit der richtigen Vorbereitung läuft alles wie am Schnürchen.

1. Die Suica-Karte – dein wichtigstes Reisemittel

Die Suica-Karte ist eine aufladbare Prepaid-Karte, die du für fast alle öffentlichen Verkehrsmittel in Japan nutzen kannst: U-Bahn, Busse, Regionalbahnen und sogar viele Lokalzüge. Aber das ist noch nicht alles – du kannst damit auch in Konbinis, an Automaten und in vielen Restaurants bezahlen. Kurzum: Die Suica ist dein Alltagsbegleiter.

Suica-App (iPhone)

Aus dem japanischen App Store herunterladen, mit Apple Pay bezahlen. Komfortabel, kein Kartenkramen.

Pasmo-Karte

Quasi dasselbe wie Suica, anderer Anbieter. Funktioniert überall gleich – nimm, was du kriegst.

Mein Tipp: Lad immer etwas mehr drauf als du glaubst zu brauchen. Wenn das Guthaben leer ist, blockiert das Drehkreuz – das ist peinlich und du musst dann zum Aufladeautomaten.

2. Japan Rail Pass – lohnt er sich?

Der Japan Rail Pass (JR Pass) ist ein Touristenticket für 7, 14 oder 21 Tage mit unbegrenzten Fahrten auf allen JR-Zügen – inklusive der meisten Shinkansen.

Lohnt er sich für Tokio alleine? Ehrlich gesagt: nein. Tokios U-Bahn wird größtenteils von privaten Anbietern betrieben und ist nicht mit dem JR Pass nutzbar. Aber wenn du Tagesausflüge nach Kyoto, Osaka oder Hiroshima planst, rechnet er sich sehr schnell. Ein einfaches Shinkansen-Ticket Tokio–Kyoto kostet ca. 13.000–14.000 Yen. Ein 7-Tage-Pass (ca. 50.000 Yen) amortisiert sich nach zwei Hin- und Rückfahrten.

Wichtig: Den JR Pass musst du vor deiner Abreise aus Deutschland kaufen. In Japan selbst ist er für Touristen nicht erhältlich (Ausnahmen sind teurer). Empfehlenswert: japan-experience.com oder jrailpass.com.

3. Shinkansen – der Hochgeschwindigkeitszug

Der Shinkansen ist ein Erlebnis für sich. Pünktlich auf die Sekunde, blitzsauber und unfassbar schnell – Tokio nach Kyoto in 2 Stunden 15 Minuten.

Die wichtigsten Typen: Nozomi ist der schnellste, aber nicht mit dem JR Pass nutzbar. Hikari ist etwas langsamer, mit JR Pass nutzbar – für die meisten Strecken völlig ausreichend. Kodama hält überall, am langsamsten.

Tipp: Buche immer Seite A oder B auf der rechten Seite (in Fahrtrichtung) auf der Strecke Tokio–Kyoto – dort hast du den besten Fuji-Blick!

4. Die Tokioter U-Bahn verstehen

Tokios U-Bahn hat 13 Linien, bedient über 280 Stationen und wird von zwei Anbietern betrieben: Tokyo Metro und Toei Subway. Dazu kommen Dutzende private Linien. Klingt verwirrend? Ist es auch – aber nur auf den ersten Blick.

Was du wissen musst: Stationen haben Namen und Nummern (z.B. Shibuya = G01 auf der Ginza-Linie). Mit der Suica-Karte fährst du überall – egal welche Linie. Die Züge sind pünktlich. Wirklich.

Die wichtigsten Linien für Touristen:

  • 🟠 Ginza-Linie – durch das Zentrum (Shibuya, Ginza, Ueno)
  • 🟣 Hibiya-Linie – Roppongi, Ginza, Akihabara
  • 🔵 Marunouchi-Linie – Shinjuku, Tokio Station, Ginza
  • 🟢 Yamanote-Linie (JR) – der Ring um die Stadt (Shinjuku, Shibuya, Harajuku, Ikebukuro, Ueno)

5. Google Maps – dein bester Freund in Tokio

Lade Google Maps offline herunter, bevor du fliegst (Einstellungen → Offlinekarten → Bereich herunterladen). So kannst du es auch ohne Daten nutzen.

Google Maps kennt alle U-Bahn-Verbindungen, Buslinien und sogar Gehrouten zwischen Stationen – und zeigt dir die genaue Ausstiegsnummer an (z.B. „Ausgang 3b"). Das ist wichtig, weil große Stationen wie Shinjuku oder Shibuya dutzende Ausgänge haben.

6. Pocket WiFi oder SIM-Karte?

Pocket WiFi

Gut für Gruppen – mehrere Personen können sich verbinden. Am Flughafen abholen, am Ende abgeben. Ca. 8–12 € pro Tag.

Wichtig: Normale Touristen-SIMs erlauben oft kein Telefonieren – nur Daten. Für Anrufe brauchst du eine spezielle Karte oder nutzt WhatsApp/LINE.

7. Geld – Bares ist in Japan noch König

Japan ist nach wie vor eine stark bargeldbasierte Gesellschaft. Viele Restaurants, kleine Läden und Tempel akzeptieren keine Kreditkarten. Heb regelmäßig Geld ab.

Die zuverlässigste Option: 7-Eleven-Geldautomaten (in jedem 7-Eleven-Konbini). Die akzeptieren internationale Karten und haben eine englische Oberfläche. Visa und Mastercard werden in größeren Restaurants und Kaufhäusern akzeptiert. American Express weniger.

8. Nützliche Apps auf einen Blick

AppWofür
Google MapsNavigation, U-Bahn-Verbindungen
Google TranslateSpeisekarten, Schilder (Kamerafunktion!)
HyperdiaGenaue Zugzeiten und Preise
TabelogRestaurantbewertungen (japanisches Yelp)
LINEMeistgenutzte Chat-App in Japan
Suica-AppDigitale Suica-Karte (iPhone)
Weather NewsSehr genaue Wettervorhersage für Japan

Checkliste vor dem Abflug

  • Japan Rail Pass kaufen (wenn du Tagesausflüge planst)
  • Suica-Karte am Flughafen holen (oder Suica-App einrichten)
  • SIM-Karte oder Pocket WiFi vorbereiten
  • Google Maps offline für Tokio herunterladen
  • Google Translate installieren (Kamerafunktion ist Gold wert!)
  • Bargeld für die ersten Tage besorgen oder am Flughafen abheben
  • Shinkansen-Tickets vorbuchen (bei Reisen außerhalb Tokios)

Tokio klingt nach Vorbereitung – aber diese Vorbereitung zahlt sich aus. Einmal angekommen und einmal mit der Suica-Karte durch die ersten Drehkreuze getappt, läuft alles wie von selbst. Versprochen.

Noch Fragen vor deiner Tokio-Reise?

Ich helfe gerne weiter – ob per Nachricht oder direkt auf einer Tour. Ich beantworte alle deine Fragen und sorge dafür, dass du optimal vorbereitet ankommst.

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